Brut- und Nistsaison beginnt jetzt
Wie ihr Wildvögeln helfen könnt
Brut- und Nistsaison beginnt jetzt – Wie ihr Wildvögeln helfen könnt
Ab März erwacht die Natur: Unsere heimischen Vögel beginnen mit der Brut- und Nistzeit. Doch wer in diesen Wochen in den Garten lauscht, bemerkt vielleicht, wie still es geworden ist. Viele Vogelarten sind in den letzten Jahrzehnten dramatisch seltener geworden – und die Ursachen dafür liegen größtenteils in unseren Händen.
Warum werden unsere Vögel immer weniger?
Einer der größten Faktoren ist der Mangel an Nahrung. Die Jungtiere vieler Vogelarten ernähren sich in den ersten Lebenswochen ausschließlich von Insekten. Der massive Rückgang der Insekten – bedingt durch Pestizide, Monokulturen und den Verlust naturnaher Lebensräume – trifft die Jungvögel deshalb besonders hart. Unterernährung und Mangelerscheinungen sind die Folge, viele überleben nicht.
Auch Nistmaterial wird knapper. Aufgeräumte Gärten, versiegelte Flächen und fehlende Wildpflanzen lassen kaum natürliches Material übrig. Manche Vögel weichen deshalb auf herumliegenden Müll aus – mit gefährlichen Folgen für sich und ihren Nachwuchs.
Dazu kommt der schwindende Lebensraum: Steingärten, akkurat gemähte Rasenflächen ohne wilde Ecken, fehlende heimische Sträucher und Büsche – all das lässt Vögeln schlicht keinen Platz, um in Ruhe zu brüten und ihre Jungen großzuziehen.
Was jeder von uns tun kann
Die gute Nachricht: Wir können helfen – jede und jeder Einzelne von uns, direkt vor der eigenen Haustür.
Ganzjährige Fütterung: Vögel sind nicht nur im Winter auf Unterstützung angewiesen. Auch während der Brutzeit hilft zusätzliches Futter den erschöpften Elterntieren.
Frisches Wasser: Eine einfache Vogeltränke ist Gold wert – zum Trinken und Baden. Das Wasser regelmäßig wechseln, damit es sauber bleibt.
Nistkästen und Nisthilfen: Wer im Garten oder auf dem Balkon Nistkästen anbringt, schafft dringend benötigten Brutplatz. Verschiedene Arten bevorzugen unterschiedliche Einflugöffnungen – es lohnt sich, das vorher kurz nachzulesen.
Naturnah gärtnern: Wilde Ecken mit Laub, Totholz und heimischen Stauden sind kein Zeichen von Unordnung – sie sind Lebensraum. Wer heimische Pflanzen, Büsche und Sträucher pflanzt, bietet Nahrung und Schutz zugleich.
Sandbadestelle: Vögel reinigen ihr Gefieder gerne im Sand. Eine flache Schale mit trockenem, feinem Sand wird dankbar angenommen.
Kranke und verletzte Tiere: Wer einen verletzten oder hilflosen Vogel findet, sollte das Tier sichern und Fachleuten übergeben. Meldet euch gerne bei uns – wir helfen weiter und vermitteln an die richtigen Stellen.
Jede Maßnahme zählt. Wenn wir nichts ändern, werden unsere Gärten und Felder stiller werden – Jahr für Jahr. Fangen wir jetzt damit an, das zu verhindern.