31. März 2026

Osterfeuer – schön, aber gefährlich für Wildtiere

Jedes Jahr sterben tausende Tiere in Osterfeuern. Mit wenigen Handgriffen lässt sich das verhindern

Osterfeuer – schön, aber gefährlich für Wildtiere

Osterfeuer – schön, aber gefährlich für Wildtiere

Ein Osterfeuer gehört für viele Menschen zum Frühling dazu. Was sich nach Gemeinschaft und Tradition anfühlt, hat jedoch eine Seite, die leicht übersehen wird: Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 100.000 Igel durch Feuer und Freizeitaktivitäten. Dazu kommen Feldhasen, Kröten, Ringelnattern und bodenbrütende Vögel, die in den Flammen ums Leben kommen.

Das eigentliche Problem beginnt nicht beim Anzünden, sondern Tage oder Wochen vorher. Holz, das auf Vorrat gestapelt wird, ist für Wildtiere ein einladender Unterschlupf – warm, geschützt, ruhig. Igel rollen sich ein, Kröten graben sich ein, Ringelnattern suchen Wärme, und Feldhasen nutzen den Haufen als Deckung. Im Inneren eines brennenden Feuers entstehen Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius. Eine Flucht ist dann nicht mehr möglich.

Ab März beginnt außerdem die Brutsaison bodenbrütender Vögel. Viele von ihnen verlassen ihr Nest selbst dann nicht, wenn Gefahr droht. Sie bleiben – und überleben das Feuer nicht.

Dabei lässt sich mit wenigen Handgriffen viel verhindern:

Schichten Sie den Holzhaufen erst am Tag des Feuers neu auf. Tiere, die sich eingenistet haben, werden so aufgescheucht und können rechtzeitig fliehen. Durchsuchen Sie den Haufen vor dem Anzünden langsam und sorgfältig mit einem Stock – von außen nach innen. Nehmen Sie sich die Zeit dafür.

Wenn Sie unsicher sind oder Fragen haben, können Sie sich jederzeit an uns wenden. Wird trotz aller Vorsicht ein Tier mit Verbrennungen oder einer Rauchvergiftung gefunden, bringen Sie es bitte so schnell wie möglich zu einem Tierarzt.

Ein schönes Osterfeuer und Rücksicht auf die Tierwelt schließen sich nicht aus – es braucht nur etwas Aufmerksamkeit.