10. April 2026

Weitere Gefahren für Tiere im Garten

Mit wenigen Handgriffen wird euer Garten zum sicheren Paradies für Igel, Vögel und Insekten.

Weitere Gefahren für Tiere im Garten

Ein gepflegter Garten kann für Wildtiere zur Falle werden – oft ohne dass wir es ahnen. Im zweiten Teil unserer Reihe zu Gartengefahren stellen wir vier Risiken vor, die sich mit einfachen Mitteln entschärfen lassen.

Mähroboter und Igel

Igel haben eine Schutzreaktion, die ihnen zum Verhängnis werden kann: Bei Gefahr rollen sie sich ein, anstatt zu fliehen. Ein Mähroboter erkennt das nicht als Hindernis und fährt einfach darüber – mit oft tödlichen Folgen. Besonders gefährlich sind die Nachtstunden, wenn Igel auf Nahrungssuche gehen und Mähroboter unbeaufsichtigt ihre Runden drehen. Die einfachste Regel: Mähroboter nie nachts und nie ohne Aufsicht laufen lassen. Wer seinen Garten vorher absucht, kann sichergehen, dass kein Igel im Weg liegt. Einige moderne Geräte verfügen bereits über Erkennungsfunktionen, die Tiere umfahren – ein Blick in die Bedienungsanleitung lohnt sich.

Schneckenkorn und Pestizide

Schneckenkorn und Insektenvertilgungsmittel sind für Igel eine unterschätzte Gefahr. Die vergifteten Schnecken werden gefressen, das Gift reichert sich im Körper des Igels an und schwächt sein Immunsystem. Er wird anfälliger für Parasiten und Krankheiten. Dabei braucht es diese Mittel gar nicht: Ein Igel im Garten ist die effektivste und natürlichste Schneckenbekämpfung, die man sich wünschen kann. Wer auf Chemie verzichtet, tut dem Garten und seinen tierischen Bewohnern gleichermaßen etwas Gutes.

Kellerschächte und Gruben

Offene Kellerschächte und tiefe Gruben mit glatten Wänden sind stille Fallen. Igel, Frösche und Kröten fallen hinein und finden keinen Ausweg. Ohne Zufallsfund verhungern und verdursten sie. Abhilfe schaffen ein stabiles Gitter oder ein Brett als Abdeckung – oder zumindest eine tägliche Kontrolle in den Sommermonaten, wenn diese Tiere besonders aktiv sind.

Regenfallrohre

Jungvögel sind bei ihren ersten Ausflügen noch ungeschickt und landen manchmal in der unmittelbaren Nähe von Regenfallrohren – und fallen dann hinein. Spatzen, Meisen und andere kleine Vögel können sich aus dem glatten Rohr nicht befreien. Weil das Rohr von außen verschlossen wirkt, bleibt das Unglück oft unbemerkt. Ein einfaches Laubfanggitter oder Rinnensieb, oben am Fallrohr eingesetzt, verhindert das zuverlässig – und schützt nebenbei vor Verstopfungen.

Kleine Maßnahmen, große Wirkung

Keiner dieser Schritte erfordert viel Aufwand oder Geld. Wer sie umsetzt, macht seinen Garten zu einem Ort, an dem sich Wildtiere sicher bewegen können – und das kommt am Ende dem ganzen Ökosystem zugute.