20. Juli 2026

Tierschutzverein startet neue „Mission Igel"

Die BNN berichten über die Jahresbilanz des Tierschutzvereins Bühl: 83 aufgenommene Tiere, rund 50 gerettete Rehkitze und die neue Abteilung „Mission Igel".

Tierschutzverein startet neue „Mission Igel"

Quelle: Badische Neueste Nachrichten (BNN), Juli 2026 | Text: Ursula Klöpfer | Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung, BNN-Lizenz 125-2026

Die Badischen Neuesten Nachrichten berichten in einem ausführlichen Artikel über die Arbeit des Tierschutzvereins Bühl und ziehen gemeinsam mit dem Vorstand Bilanz.

Die Zahlen des vergangenen Jahres

Im vergangenen Jahr wurden 83 Tiere aufgenommen: den größten Anteil stellten 74 Katzen, hinzu kamen vier Tauben sowie jeweils ein Fuchs, ein Hund, ein Feldhase, eine Schildkröte und eine Gans. Bis Ende Januar konnten alle Tiere in ein neues Zuhause vermittelt werden.

Über das Jahr gerechnet versorgt der Verein durchschnittlich rund 120 Katzen und 20 Hunde. Dafür werden etwa fünf Tonnen Tierfutter benötigt — rund 2.000 Kilogramm davon kommen über die Spendenboxen in den Kaufland-Filialen, im dm-Markt in der Güterstraße sowie im ZG Raiffeisen-Markt zusammen.

Schwerpunkt: verwilderte Streunerkatzen

„Unser Schwerpunkt liegt auf den verwilderten Streunerkatzen und ihren Kitten.”

— Markus Kühl, 1. Vorsitzender

Derzeit werden 25 junge Katzen auf verschiedenen Pflegestellen versorgt — damit sind die Kapazitäten des Vereins vollständig ausgeschöpft. Seit Jahren fordert der Tierschutzverein gemeinsam mit anderen Organisationen eine Kastrationspflicht für frei laufende Hauskatzen, bislang ohne Erfolg. Die unkontrollierte Vermehrung verschärft das Problem jedes Jahr aufs Neue.

Rehkitzrettung: rund 50 gerettete Tiere

Bereits zum sechsten Mal waren die ehrenamtlichen Helfer während der Mähsaison im Einsatz. Mit Wärmebilddrohnen und der neu angeschafften PoiCloud-Technik konnten rund 50 Rehkitze und andere Wildtiere rechtzeitig entdeckt und vor den Mähwerken der Landwirte in Sicherheit gebracht werden.

Herzensprojekt „Mission Igel”

Der einst allgegenwärtige Gartenbewohner steht inzwischen auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Unter der Leitung von Stefanie Faller kümmert sich ein erfahrenes Team um verletzte und geschwächte Tiere. Die Ursachen sind schwindende Lebensräume, der Rückgang der Insekten, Pestizide sowie Verletzungen durch Mähroboter.

Bisher wurden 19 Igel aufgenommen, medizinisch versorgt und — soweit möglich — wieder ausgewildert. Doch nicht jedes Tier schafft den Weg zurück in die Freiheit.

„Es ist traurig zu sehen, wie stark die Bestände zurückgehen.”

— Stefanie Faller

Stadttauben

Zunehmend rückt auch der Schutz der Stadttauben in den Blickpunkt. Nach Auffassung des Vereins fehlt es in Bühl an einem betreuten Taubenschlag. Stadttauben sind verwilderte Nachkommen ehemaliger Haustiere — „damit stehen sie auch in unserer Verantwortung”, macht Kühl deutlich. Der Verein wünscht sich gemeinsam mit der Kommune Lösungen für ein modernes und tierschutzgerechtes Taubenmanagement.

Zeitungsartikel der BNN über den Tierschutzverein Bühl

Fotos im Artikel: Markus Kühl (Rehkitz), Stefanie Faller (Igel Linux)